News Neubau dringender Bedarf einer Erweiterung

Erweiterung des Medizinischen Versorgungszentrums Kempten-Allgäu und Neubau eines Wohn- und Pflegeheimes für Ruhestandsgeistliche

Projektbeschreibung und Beweggründe

Medizinisches Versorgungszentrum – Historie und Status quo
Nach der Gründung einer Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin im Jahr 1993 haben sich die Doktoren Heigl und Hettich 2001 in einem fast 3000 qm Gesamtfläche umfassenden Ärztehaus am westlichen Stadtrand von Kempten auf einem allseits von Bäumen umgebenen Wiesenhang in direkter Nachbarschaft zum Klinikum Kempten niedergelassen. In der seit 2005 als Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) firmierenden Institution arbeiten heute 18 Ärzte und über 120 nicht-ärztliche Mitarbeiter an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Medizin und versorgen circa 30.000 Patienten pro Jahr. Schwerpunkte der internistischen Tätigkeit sind dabei die Diagnostik und Therapie von Patienten mit Herz-Kreislauf- und Gefäßkrankheiten (Kardiologie), Lungen- und Bronchialkrankheiten (Pneumologie/Allergologie), Nieren- und Bluthochdruckkrankheiten (Nephrologie/Hypertensiologie), Stoffwechsel- und Hormonstörungen (Endokrinologie), Zuckerkrankheit (Diabetologie), Fettstoffwechselstörungen (Lipidologie) und Schlafstörungen (Somnologie). Zur Diagnostik von schlafbezogenen Atemstörungen steht ein Schlaflabor zur Verfügung. Patienten mit hochgradiger Nierenfunktionseinschränkung werden im Dialysezentrum, Patienten mit schwerer Fettstoffwechselstörung im Apheresezentrum des MVZ behandelt.

Medizinisches Versorgungszentrum – Räumliche und inhaltliche Erweiterung
Aufgrund einer ständig wachsenden Nachfrage mit Verdreifachung der Arzt-Patienten-Kontakte und Behandlungszahlen in den vergangenen zehn Jahren besteht dringender Bedarf einer Erweiterung der medizinischen Nutzfläche. Das vor fünf Jahren gegründete, räumlich ausgelagerte Schlaflabor soll wieder an den Hauptstandort des MVZ zurückverlegt werden. Außerdem ist eine inhaltliche Vertiefung und Erweiterung des bisherigen Tätigkeitsfeldes um neu zu etablierende nicht-operative Fachgebiete geplant. Vorrangiges Ziel ist es, noch mehr Patienten als bisher eine umfassende gesundheitliche Versorgung zukommen zu lassen. Dabei soll der Hauptschwerpunkt weiterhin auf der Diagnostik und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Risikofaktoren liegen. Hinzukommen sollen Ärzte, die sich um Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Nervensystems bemühen sowie entsprechende nicht-ärztliche Therapeuten. Im Besonderen wollen wir uns in Zukunft der Gesundheit des alten Menschen annehmen. Um all diese Ziele realisieren zu können, werden wir mit einem direkt an unser MVZ angegliederten Neubau die bisher zur Verfügung stehende Fläche um ca. 3500 qm erweitern und damit mehr als verdoppeln.

„Sich um den Patienten kümmern“
Zentraler Inhalt der Bemühungen aller ärztlichen und nicht-ärztlichen Mitarbeiter unseres Hauses ist bereits jetzt das voll umfängliche „Sich-um-den-Patienten-kümmern“. Die konsequente Umsetzung dieses Leitgedankens bedeutet für jeden Patienten eine wertvolle Erfahrung, die bei der Betreuung unserer Senioren unverzichtbar ist. Im Kontext zunehmender Spezialisierungstendenzen, begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen sowie falscher Vergütungsanreize im Gesundheitssystem ist das „Sich-über-die-eigene-Kernkompetenz-hinaus-um-den-Patienten-kümmern“ leider aus dem Blickwinkel vieler Gesundheitsverantwortlichen verschwunden. Aus dieser Erfahrung erwachsen, ist es uns ein Anliegen, auch in unserem neuen Gesundheitszentrum möglichst vielen Patienten eine ganzheitliche medizinische Versorgung zukommen zu lassen und zwar gemäß unserer Philosophie: unter ärztlicher Führung, mit menschlicher Fürsorge und getragen von einem christlichen Leitbild.

„Sich um Ruhestandsgeistliche kümmern“
Darüber hinaus ist es uns im Rückblick auf zahllose glaubensorientierte persönliche und medizinisch begründete ärztliche Kontakte mit katholischen Geistlichen ein Anliegen, gerade diesem Personenkreis eine bestmögliche Versorgung im Ruhestand zukommen zu lassen. Im Zusammenhang mit der zölibatären Lebensweise und einem Ortswechsel, der häufig nach dem aktiven Arbeitsleben stattfindet, glauben wir, in dieser Personengruppe eine überdurchschnittliche Vereinsamungstendenz und Gesundheitsgefährdung erkennen zu können. So erfahren nach unserer Beobachtung gerade diese Menschen, die aus ihrer christlichen Überzeugung und Berufung heraus ein Leben lang den Hilfesuchenden gedient haben, im Falle ihrer eigenen Hilfsbedürftigkeit im Alter vielfach nicht die Hilfsbereitschaft, die sie ehedem ihren Mitmenschen entgegengebracht haben. Aus dieser vielfach gemachten Erfahrung heraus wurde in uns der Herzenswunsch geboren, katholischen Ruhestandsgeistlichen über unsere bisher nur auf den ambulanten ärztlichen Kontakt begrenzte Tätigkeit hinaus eine langfristige kontinuierliche Betreuung anzubieten.

Haus Simeon, Seniorenwohnen für Priester
In neu zu errichtenden, direkt von unserem MVZ zugänglichen seniorengerechten Wohnungen wollen wir den Bogen spannen vom „Betreuten Wohnen“ über die Pflege und Krankenversorgung bis hin zur Sterbebegleitung, und dies in einem spirituellen Rahmen, der katholischen Priestern gerecht wird. Die geistige und geistliche Dimension soll dabei in architektonischen Akzenten, beispielsweise einer Kapelle im Dachterrassengeschoss, ebenso ihren Niederschlag finden, wie in geisteswissenschaftlichen und liturgischen Angeboten. Was die Versorgungssituation in den Appartements betrifft, so ist vorgesehen, dass die circa 30 Bewohner unabhängig von ihrem Gesundheitszustand und den daraus erwachsenden Bedürfnissen grundsätzlich in der eigenen Wohnung betreut werden. Architektonisch imponiert das mit modernster Haus- und Sicherheitstechnik ausgestattete Gebäude durch freundlich helle Räume, die über groß bemessene Fensterflächen den Blick in die zum Haus gehörige Parklandschaft inmitten eines Landschaftsschutzgebietes eröffnen.

Pflegerische und medizinische Expertise als Rahmen – menschliche Zuwendung im Mittelpunkt
Eine professionelle pflegerische sowie eine breitgefächerte und gleichzeitig hochspezialisierte medizinische Versorgung bilden den äußeren Rahmen unserer Tätigkeit. Im Mittelpunkt steht jedoch die menschliche Fürsorge für die uns anvertrauten alten, kranken und hilfsbedürftigen Menschen. Folgende Attribute sind dabei besonders wertvoll: Zeit – Aufmerksamkeit – Zuwendung – Hingabe – Wertschätzung – Wohlwollen – Ermutigung.

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