, 17.02.2019


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Zentrale Konzentratversorgung


Ein Dialysegerät ist in der Lage, die Dialysierflüssigkeit selbständig aus drei Komponenten herzustellen. Gebraucht wird dabei destilliertes Wasser (Reinwasser oder Permeat), Bicarbonat-Salz (basische Komponente), das ähnlich wie Milchpulver aus Kartuschen am Gerät aufgelöst wird und das so genannte saure Konzentrat, dessen Zusammensetzung an Elektrolyten vom Arzt individuell für jeden Patienten festgelegt werden muss. Da die Mehrzahl der Patienten mit zwei Standard-Konzentraten (die sich nur im Kaliumgehalt unterscheiden) behandelt werden, bietet sich eine zentrale Konzentratversorgung an. Dabei kann das saure Konzentrat aus 300- bis 1.000 l-Containern über Edelstahlleitungen direkt an jeden Dialyseplatz gepumpt werden. Wegen der im Konzentrat enthaltenen Säure kann (im Gegensatz zur Bicarbonat-Komponente, die deshalb unmittelbar am Gerät hergestellt wird) die zum Dialysegerät hinführende Leitung nicht verkeimen.


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Wasseraufbereitungsanlage

(Fa. Lauer, Wittlingen)

Für die Dialyse werden große Mengen destillierten Wassers (wie bei Autobatterien und Bügeleisen) benötigt. Zusammen mit dem "Konzentrat" (siehe Zentrale Konzentratversorgung) wird dieses über eine Edelstahl-Ringleitung zu den Dialysemaschinen gepumpt, um dort durch Verdünnung des Konzentrates (1:34) die fertige Dialysierlösung herzustellen. Das Blut eines Dialyse-Patienten kommt dabei jährlich mit ca. 20.000 l Dialysierflüssigkeit und damit Wasser in Kontakt. Daraus ist erkennbar, dass höchste Ansprüche an die Qualität des Wassers gestellt werden müssen.

Die Herstellung von Reinstwasser erfolgt dabei aus dem Leitungswasser in mehreren Schritten:

1. Filtration:
Über einen feinen Schmutzfilter können Sand, Rohrpartikel und kleine Steinchen abgesiebt werden. Organische Substanzen und fiebererregende Stoffe werden über einen Aktivkohlefilter entzogen (adsorbiert).

2. Enthärtung:
Die Härte des Wassers wird von der Menge der Kalzium- und Magnesiumsalze bestimmt. Diese Ionen, die so genannten Härtebildner verdrängen Natrium von ihrer Bindungsstelle an kleinen Harzkörnchen und werden dadurch aus dem Wasser wie durch einen Magneten herausgefischt (Ionenaustauscherharz). Natriumchlorid ("Speisesalz") gelangt stattdessen ins Wasser und wird später durch die Umkehrosmose wieder entfernt.

3. Umkehrosmose:
In diesem letzten Schritt der Wasseraufbereitung wird das Wasser schließlich von Mineralien (Elektrolyten), Keimen und Giftstoffen befreit.

Prinzip ist die Umkehrung des Osmosevorgangs: Sind zwei Flüssigkeiten durch eine halbdurchlässige Schicht (semipermeable Membran) voneinander getrennt, so fließt Wasser vom Ort niedriger zum Ort höherer Elektrolyt (Teilchen)-Konzentration und erhöht so, durch den Wasserzulauf, den Druck im Gefäß mit der ursprünglich höheren Konzentration. "Der osmotische Druck steigt". Kehrt man jetzt diesen Prozess um und erzeugt künstlich in einem Gefäß mit der höheren Elektrolyt-Konzentration (Teilchendichte) einen hohen Druck (15 bis 70 bar), so fließt Wasser durch die Membran zum Ort niedriger Konzentration. So entsteht das so genannte Reinwasser dadurch, dass das enthärtete Wasser unter hohem Druck durch eine semipermeable Membran gewandert ist. Dieses Reinwasser (Permeat) wird dann in einer Totraum-freien Ringleitung zu den Dialysemaschinen gepumpt. Die Qualität des Reinwassers wird regelmäßig im Wassermikrobiologischen Institut (bei uns im Hause) überwacht, um dem Patienten eine sichere Behandlung zu garantieren.


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